SPD Unterbezirk Alzey-Worms


Der Landkreis mit Zukunft!

20.03.2011 / Gesundheit

"Teile und herrsche"

Trotz zahlreicher Proteste, Resolutionen und Unterschriften-Sammlungen: Die Bereitschaftsdienstzentrale Wörrstadt wird zum 1. April 2011 geschlossen. Dies ist leider kein Aprilscherz.

Zukünftig werden die Einwohnerinnen und Einwohner aus Saulheim und Udenheim von der Bereitschaftsdienstzentrale Mainz (Hildegardstraße 2, 55131 Mainz, Telefon-Nr. 06131-19292) versorgt. Die Einwohnerinnen und Einwohner aus Partenheim sollen sich an die Bereitschaftsdienstzentrale Ingelheim (Turnerstraße 55218 Ingelheim, Telefon-Br. 06132-19292) wenden, während für die Einwohnerinnen und Einwohner aller anderen Ortsgemeinden die Bereitschaftsdienstzentrale Alzey (Kreuznacher Str. 7-9, 55232 Alzey, Telefon-Nr. 06731-19292) zuständig ist.

So jedenfalls hat es die Kassenärtzliche Vereinigung in einer Zeitungsanzeige in der AZ Alzey vom 19. März 2011 ganz stiekum dargestellt. Eine unmittelbare Information der betroffenen Haushalte in der VG Wörrstadt durch die zuständige Kassenärtzliche Vereinigung erfolgte bislang nicht.

 

03.01.2011 / Gesundheit

Wörrstadt hilft - Jeder Einzelne zählt!

Gemeinsam gegen Leukämie und für Knochenmark-Typisierung! Aufruf und Bitte von Ulf Baasch, Kandidat für die Wahl des neuen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Wörrstadt am 27. März 2011: Es ist wie bei einem komplizierten Puzzlespiel mit Millionen von Teilen: Für die meisten Leukämie-Patienten besteht die einzige Chance auf Heilung in der Übertragung von gesunden Stammzellen ihres „genetischen Zwillings“ durch eine Stammzelltransplantation. Geeignete Stammzellspender für Leukämiepatienten zu finden, ist deshalb eine lebenswichtige Aufgabe. Leukämie kann heute in 70 von 100 Fällen durch die Übertragung von Stammzellen geheilt werden. Dies gilt auch für Sabine Röhl, der Landrätin des Landkreises Bad Dürkheim. Bei ihr wurde im September 2010 bei einer Routineuntersuchung Leukämie in einer seltenen Form festgestellt. Inzwischen wurden weltweit rund 14 Millionen Dateien von Stammzellenspendern durchsucht. Leider war ein „genetischer Zwilling" für Sabine Röhl nicht dabei. "Das ist offenbar wie Lotto spielen", äußerte sich erkrankte 53-jährige Politikerin. Der Landkreistag Rheinland-Pfalz in Mainz hat deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz eine neue Initiative gestartet. Landesweit wird dazu aufgerufen, sich zum Zwecke der Typisierung fünf Milli-Liter Blut entnehmen zu lassen. Dies können alle Menschen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren tun. Um Landrätin Sabine Röhl, aber vor allem auch allen anderen an Leukämie Erkrankten helfen zu können, ist es wichtig, dass so viel wie möglich Menschen freiwillig und unentgeltlich ihr Knochenmark typisieren lassen. Auch im Landkreis Alzey besteht in den nächsten Wochen für alle Bürgerinnen und Bürger, die helfen wollen, die Möglichkeit, sich vor Ort typisieren lassen. Termine sind:
  • Wörrstadt, 19. Januar 2011, 17.30 bis 21 Uhr, Georg-Forster-Gesamtschule, Humboldtstr. 1
  • Osthofen, 25. Januar 2011, 16.30 bis 21 Uhr, DRK-Zentrum, Am Ringofen 3
Nachdem der Blutentnahme übernimmt die gemeinnützige "Westdeutsche Spender-Zentrale" (WSZE) die weitere medizinische Auswertung. Auch die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz hat sich in die Aktion eingeklinkt. Die Kooperationspartner wollen für die möglichen Spender die Hürden möglichst niedrig hängen. Da die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen, werden Spender und Sponsoren gesucht. Um die Typisierungsaktion, die für die Spender kostenlos durchgeführt wird, finanzieren zu können, bitten die Initiatoren um Geldspenden. Bis zum Jahreswechsel haben sich rund 1500 Personen in Rheinland-Pfalz beim Deutschen Roten Kreuz typisieren lassen, um sich eventuell als Stammzellenspender für die Bad Dürkheimer Landrätin Sabine Röhl und andere zur Verfügung stellen zu können. Diese Zahl hat die Westdeutsche SpenderZentrale (WSZE) des Universitätsklinikums Essen bekannt gegeben, die eng mit dem Blutspendedienst des DRK zusammenarbeitet. Die Bereitschaft, diese Aktion zu unterstützen, stieg seit dem 3. Dezember 2010 sprunghaft an; damals hatte der Landkreistag Rheinland-Pfalz in Mainz zusammen mit dem DRK-Kreisverband Bad Dürkheim und der Krankenhausgesellschaft RLP die Initiative ergriffen. Bis 15. Dezember waren 450 mögliche Spender typisiert, bis 28. Dezember die ca. 1500 Menschen. Gleichzeitig meldet die WSZE eine große Spendenbereitschaft. Knapp 8000 Euro waren bis Mitte Dezember verbucht, inzwischen sind es rund 50.000 Euro, die speziell mit dem Kennwort „Sabine Röhl und andere“ auf dem Spendenkonto eingezahlt wurden.
 

20.11.2010 / Gesundheit

Fortbestand der Ärztlichen Bereitschaftspraxis Wörrstadt sichern !

Der SPD-Verband Wörrstadt fordert die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz auf, die Ärztliche Bereitschaftspraxis Wörrstadt dauerhaft über den 30. April 2011 hinaus zu erhalten.

Begründung:
Der Fortbestand der Ärztlichen Bereitschaftspraxis Wörrstadt ist vor dem Hintergrund der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung von besonderer Bedeutung. Nach der Vor-ausberechnung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz wird sich die Zahl der über 65-jährigen Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Ortsgemeinden allein der Verbandsgemeinde Wörrstadt von 4.415 Personen im Jahr 2006 auf 6.134 Personen im Jahr 2020 erhöhen. Zwar ist damit nicht automatisch belegt, dass der Bedarf an ärztlicher Notdienstversorgung zunehmen wird. Zu beachten ist jedoch, dass die Mo-bilität älterer Menschen abnimmt, insbesondere auch, weil in vielen (kleineren) Orts-gemeinden während der Öffnungszeiten von Ärztlichen Bereitschaftspraxen in der weiteren Umgebung nur eingeschränkte oder gar keine Angebote zu öffentlichem Personennahverkehr vorhanden sind.