SPD Unterbezirk Alzey-Worms


Der Landkreis mit Zukunft!

Dort nachbessern, wo es nötig ist

Arbeit


Jusos diskutieren SPD-Arbeitsmarktpapier Änderungswünsche erkennbar – eigenes Papier in Arbeit

Die Jusos Alzey-Worms luden im Zusammenhang mit ihrem „Monat der Arbeit“ zu einem Stammtisch mit MdB Klaus Hagemann in die Westhofener Gaststätte „Deutsches Haus“ ein. Unter dem Thema „Schlecker oder Sozialismus – wohin mit der deutschen Wirtschaft?“ referierte Hagemann über Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt wie die Leih- und Zeitarbeitsbranche, einen diese Branche einschließenden Mindestlohn oder die sogenannte „Generation Praktikum“. Er ging dabei explizit auf den SPD-Präsidiumsbeschluss „Fairness auf dem Arbeitsmarkt“ vom 15. März ein, der die Basis für den Aktionsmonat der Jusos sein soll. Hierbei wurde auch die Tagespolitik (NRW-Wahl, Griechenland- und Eurokrise) nicht außer Acht gelassen.

„Die SPD muss in einigen Bereichen die Gesetzgebung ihrer Regierungszeit kritisch beleuchten und hat das auch schon getan: So fordern wir richtigerweise eine Nachbesserung bei der Leiharbeit - nach einer kurzen Einarbeitungszeit muss der Grundsatz 'Gleiches Geld für gleiche Arbeit' gelten!“, eröffnet der Parlamentarier Hagemann sein Impulsreferat, das in eine Diskussion mündete. Weil prekäre Beschäftigungsverhältnisse besonders die junge Generation träfeäfen, könne man nicht länger hinnehmen, dass fast jede zweite Neueinstellung eine befristete sei. „Und eben jene Generation lassen wir wieder im Stich, wenn wir die Sackgasse Praktikum, in der sich viele – auch hoch qualifizierte - Jugendliche befinden, mit einer marginalen Passage in unserem Papier abspeisen. Das muss geändert werden.“, fordert Sebastian Becker, Vorsitzender der Jusos Alzey-Worms.

„Es reicht aber nicht, sich nur auf bestimmte Beschäftigungsformen zu beschränken. Ordentliche Arbeit muss allgemein ordentlich entlohnt werden. Deshalb brauchen wir den gesetzlichen Mindestlohn.“, fügt Becker hinzu, dessen Wortmeldung von seiner Stellvertreterin Isabelle Merker ergänzt wird: „Schwarz-Gelb ist definitiv auf dem Holzweg mit der Forderung nach Subvention von 'Armutslöhnen' durch die Politik – nicht nur weil das eine Wettbewerbsverzerrung wäre, sondern gerade weil die Aufgabenteilung zwischen Staat und Markt in diesem Fall ausgehebelt würde. Für gerechte Löhne muss die Wirtschaft aufkommen!“, so die Gau-Odernheimerin.

Klaus Hagemann forderte die anwesenden Jusos zum Abschluss der Debatte dazu auf, die für sie strittigen Punkte in einem eigenen Papier darzustellen und dieses sowohl an ihn als auch die SPD-Bundestagsfraktion zu senden. „Dem kommen wir gerne nach und setzen ein solches Thesenpapier auf, an dem jede und jeder im Laufe unseres Aktionsmonats und auch danach mitarbeiten kann.“, schließt der Vorsitzende der Jungen SozialdemokratInnen.

 
 

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