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EWR AG auf Zielgerade der Fusion mit e-rp GmbH / SPD Alzey-Worms und SPD Worms besuchen Firmenzentrale in Worms

 

Auf dem hart umkämpften Energiemarkt gilt die Fusion zwischen EWR AG und e-rp GmbH für beide Unternehmen als chancenreicher Meilenstein und als eine organisatorische Herkulesaufgabe. „Aber wir wollen und brauchen ein regional starkes Energieunternehmen“, dankte SPD-Landtagsabgeordneter Heiko Sippel allen beteiligten Akteuren für ihre Mühen.

Dessen Aussage, dass das EWR im Umland viel für den Ausbau des schnellen Internets geleistet habe, griff der Wormser SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst anschließend gerne auf. „Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsförderung verfolgen öffentliche Unternehmen weitergehende Interessen als reine Gewinnmaximierung“, zitierte er das DIW. Dennoch arbeiten kommunale Energieunternehmen und Netzbetreiber genauso effizient wie private Unternehmen.

„Das EWR der Zukunft steht weiterhin für Regionalität, Kundennähe und nachhaltige Werte“, ergänzte das Wormser Stadtoberhaupt Michael Kissel als Vorsitzender des Aufsichtsrates, um noch deutlicher zu werden: „Im neuen EWR werden wir Kommunen wieder die Mehrheit am Unternehmen halten, so dass kommunale Interessen noch stärker zur Geltung kommen können!“

Langer Weg zur Fusion

„Fast drei Jahre haben wir für diese Fusion verhandelt“, skizzierte Stephan Wilhelm als EWR-Vorstand den langen Weg des Verschmelzens gegenüber den beiden SPD-Fraktionen aus Alzey-Worms und Worms. „Uns ist immer wichtig gewesen“, so Wilhelm, „dass wir all unsere gemeinsamen Unternehmenswerte, wie Regionalität und Kundennähe beibehalten können“.

Zu entscheiden galt es neben wirtschaftlichen Fragen auch über Rechtsform, Sitz und Name des fusionierten Unternehmens oder Organisationsprozesse. „Dass die beiden fusionierten Unternehmen unter EWR firmieren werden, liegt an der bereits seit 1911 bestehenden, längeren Namenshistorie der alten EWR“, berichtete Stephan Wilhelm. Hauptsitz der neuen EWR AG bleibe Worms. „Da die Volkerstadt Alzey, als Anteilseigner, allerdings zentral inmitten unseres Netzes liegt“, so Wilhelm weiter, „wird der Hauptsitz unserer Tochtergesellschaft EWR Netz GmbH und der EWR Neue Energien GmbH nach Alzey verlegt“.

Interessen beider Belegschaften gewahrt

„Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die Arbeitnehmerinteressen im neuen EWR gewahrt bleiben“, hakte Stadtrat Uwe Gros als EWR-Mitarbeiter ein. Niemand werde nach der Fusion weniger wie zuvor verdienen. Zudem sei die Sicherheit aller Arbeitsplätze für acht Jahre zugesagt worden. „Darüber hinaus wissen alle, dass wir auf die zukunftsweisendsten Strukturen, Prozesse und Lösungen setzen möchten“, unterstrich Stephan Wilhelm, dass alle beteiligten Akteure die Fusion konstruktiv begleiten. Entsprechend stehen die Betriebsräte aus beiden Häusern hinter der Fusion.

Laufende Kundenverträge gelten weiterhin

Ob nach der Fusion laufende Kundenverträge gekündigt würden, verneinte Stephan Wilhelm auf Nachfrage der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp. „Laufende Kundenverträge werden eingehalten“, versprach er.

Zugleich deutete er gegenüber dem Wormser SPD-Unterbezirksvorsitzenden Jens Guth an, dass die neue EWR AG über ihre bisherigen Geschäftsfelder weitere Ziele verfolge. „Wir ziehen mit möglichen Partnern in Betracht, sowohl für Wohn- als auch für Gewerbegebiete Bauland zu entwickeln“, erläuterte Stephan Wilhelm. Obendrein zeigte er sich für weitere Kooperationen offen.

„Dank der uns stärkenden Fusion können wir in der Region nachhaltig wirtschaften“, glaubt Stephan Wilhelm an ein für Kundinnen und Kunden größeres Portfolio mit noch besseren Produkten und Services. „Damit kann das neue Unternehmen Arbeitsplätze und Wertschöpfung langfristig bei uns in Rheinessen halten“, fasste Landrat Ernst Walter Görisch gegen Ende die Erkenntnisse des Besuches zusammen.